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Bericht von der Gemeinderatssitzung vom 24.5.2012

stellte der vom Rat beauftragte Planer Armin Buchlaub seine Entwürfe für die Erweiterung des Kindergartens vor. Diese Planung orientiert sich an den Vorgaben der Kindergartenleitung über rechtlich notwendige sowie über gewünschte Räume und auch an der Vorgabe des Rates, den Hort in die Grundschule auszulagern. Im einzelnen bietet die Aufstockung des Teiles eingangsseitig der 'Dachtonne' und die Schaffung eines weiteren Raumes im Bereich der heutigen Fahrradständer ausreichend Platz für die notwendigen Vergrößerungen des Ruhebereichs und der Küche für eine Verlegung des Essensraumes in direkte Nähe der Küche. Im neuen Obergeschoß finden neben einem Kreativ- und einem Stillbeschäftigungsraum auch ein Personalraum sowie eine Personaltoilette mit großzügiger Umkleidemöglichkeit Platz. In diesem Ausbauzustand könnte der Kindergarten auch eine fünfte Gruppe aufnehmen, für die aber laut Auskunft der Verwaltung (Herr Zander) derzeit kein Bedarf zu erwarten sein sollte, da im kommenden Kindergartenjahr noch immer mehr als ausreichend freie Plätze in den bestehenden Gruppen vorhanden sind. Die Anzahl der verfügbaren Plätze hängt jedoch eng mit  den Altersstrukturen der einzelnen Gruppen zusammen, da altersgemischte Gruppen andere Meßzahlen haben als reine Kindergartengruppen.

In der Grundschule sieht die Planung lediglich Umbauten im Kellergeschoss vor, um damit den Anforderungen eines Hortes gerecht zu werden: Umbau der Küche zu  einer kleinen Anrichtküche (nicht geplant für das direkte Bekochen  der Kinder, sondern für die angeliefertes Essen vom Hauptstandort), Essensraum und Hausaufgabenraum für die Kinder sowie die rechtlich notwendigen Nebenräume.

Die entsprechend dieser Planung geschätzten Kosten belaufen sich auf ca. 380.000,- Euro inklusive aller Kosten für die Arbeiten am Kindergartengebäude sowie ca. 131.500,- Euro für die Baumaßnahmen in der Grundschule. Bezogen auf den Quadratmeter bedeutet das ca. 550,- Euro/qm für die Räume im Schulhaus und 2200,- Euro/qm für die Räume im Kindergartengebäude; ein Teil der grossen Differenz ergibt sich daraus, dass am Kindergarten neuer umbauter Raum inklusive Fundamente geschaffen wird und daraus, dass an einem Teil der Quadratmeter im Schulhaus keine strukturellen Maßnahmen notwendig sind.

In der nachfolgenden Diskussion wurde neben kleineren Detailrückfragen auch nach einer Alternative zur Auslagerung des Hortes gefragt. Dabei  erklärte Herr Buchlaub, dass bei Entfernung der Dachtonne und Errichtung weiterer Räume auf dem bisher nicht verplanten Teil des Daches mit Kosten in der Größenordnung von 800.000,- Euro für die Gesamtmaßnahme zu rechnen sei. Bei Beibehaltung der Tonne und Schaffung eines Verbindungsganges zu neuen Räumlichkeiten im Bereich des derzeit undichten Flachdaches müßten je nach Ausführung der Details zwischen 250.000,- und 380.000,- Euro allein für den Hortteil und die dadurch notwendigen Änderungen am Plan der Erweiterung angesetzt werden. Diese Schätzungen wurden jedoch von Herrn Buchlaub explizit als sehr grobe Abschätzungen ohne zugrunde liegende Planung abgegeben und deutlich darauf hingewiesen, dass eine solch grobe Schätzung extrem fehleranfällig und damit nicht als Grundlage für Entscheidungen ausreichend ist.

Als nächstes wurde der Einwohnerantrag auf Revidierung des Grundsatzbeschlusses zur Auslagerung des Hortes behandelt. Hierbei erläuterten die  Antragstellerinnen zunächst im Detail ihre Gründe, worauf die Ratsfraktionen sowohl mit einer sachlichen als auch einer politischen Stellungnahme antworteten; einzig die Wählergruppe enthielt sich einer politischen Stellungnahme, legte dafür aber eine eher als Schätzung (und Warnung) anzusehende grobe Kalkulation der
Kosten für eine Laufzeit von 20 Jahren vor. Für den jeweils genauen Wortlaut der im Dorf bereits über verschiedene Kanäle verteilten Texte des Antrags und der Stellungnahmen sind bei Interesse die Ansprechpartner Maike Armbrust und Denise Bolle für den Antrag, Gerhard Fried, Manuel Offenbacher und Claudia Frenzel für  die gemeinsame sachliche Stellungnahme von CDU, SPD und Grünen (sowie die einzelnen politischen Stellungnahmen in dieser Reihenfolge) und Hubert Scherrer für die FWG (für Kostenmodell Marco Müller). Ohne hier auf die bereits oft genannten und auch gestern wiederholten und auf einige für die jeweils andere Seite neue Argumente einzugehen, läßt sich die gesamte Diskussion dadurch charakterisieren, dass sie mit harten Bandagen geführt  wurde und am Ende von beiden Seiten eingestanden wurde, dass im Laufe der vergangenen 3 Jahre grobe Kommunikationsfehler gemacht wurden. Den daraus resultierenden Antrag der FWG auf unverzügliche Diskussion des Themas in einer Einwohnerversammlung lehnte der Rat jedoch knapp ab (7 ja / 8 nein / 1 Enthaltung), während in der dann folgenden Abstimmung dann auch der Einwohnerantrag scheiterte (7/9/0).

Der letzte öffentliche Punkt 'Dachsanierung Kindergarten' fand dann wieder Konsens (bei einer Enthaltung). Die sogenannte 'beschränkte Ausschreibung' wird unverzüglich erfolgen; Ortsbürgermeister Roitsch und die Vorsitzenden der Ratsfraktionen werden dann zeitnah über die Vergabe entscheiden, damit die Ausführung der Arbeiten noch in der Sommerferien-Schließzeit des Kindergartens erfolgen kann.

Zusammenfassend kann man über die Sitzung sagen, dass der größte Verlierer des Abends sicher die Ergebnisorientierung der Gemeindepolitik und das allgemeine Klima im Umgang miteinander (und mit den Vertreterinnen des Antrags) war.

 

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